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MCM Investor Concept AG & Co. KG, Magdeburg

MCM Investor Concept mit fragwürdigen Rendite Prognosen
Anlegerschutz Warnung vor Genussrechten an das MCM Investor Concept AG & Co. KG, Magdeburg.

Das Emissionshaus Filor vertreibt seit 2011 Genussrechte an der MCM Investor Concept AG & Co. KG, deren Volumen mit 10 Millionen Euro angegeben ist.

Genussrechte sind Finanzinstrumente gemäß § 2 WpHG, den Inhaber nicht die Position eines Gesellschafters versetzen und ihm damit auch nicht dessen Rechte zustehen. Die Genussrechte stellen lediglich das Quasi-Eigenkapital des betreffenden Unternehmens dar, welche sie ausgibt.

Mit seiner Kapitaleinlage haftet voll und ganz der Anleger selber und erhält dafür nur die Option, sein eingezahltes Geld und möglicherweise einen Überschuss nach Ablauf des Vertrages zurück zu erhalten. Auch ein Totalverlust ist möglich!

Der Konzern des Kaufmanns Thomas Filor besteht im Großen und Ganzen aus der Anhaltinischen Immobilien Beteiligungs AG, der Mitteldeutschen Capital Management AG und der MCM Investor Management AG, welche wiederum Beteiligungen an der MCM Investor Concept AG & Co. KG in Form von Genussrechten für Anleger anbietet. An der Anhaltinischen Immobilien Beteiligungs AG und der Mitteldeutschen Capital Management AG sind gleichfalls Genussrechte gezeichnet worden, die zum Teil seit Jahren bestehen.

Vertrieben wurden die Genussrechte durch das Emissionshaus Filor und die Filor & Cie. GmbH, welche als Finanzdienstleister für eine vollständige Aufklärung und Information verantwortlich waren. Die Bezeichnung der angebotenen Beteiligungen lauten „MCM Life Flex“, „MCM Life Flex / Best Ager“, „MCM Life Flex / Eraser“, oder auch „MCM Life Flex / McManni“.

Für die Genussrechte der MCM Investor Concept AG & Co. KG wurde eine Basisrendite von 4 Prozent pro Jahr mit einer Erhöhung auf 6 Prozent vorausgesagt. Diesen Ertrag will man durch Immobilienerwerb, die Erwirtschaftung von Mieteinnahmen und den kontinuierlichen Weiterverkauf der Immobilien, für die Anleger, erzielen.

Angesichts der Angabe des Konzerns in den verschiedenen Internetauftritten sowie den für die Konzerngesellschaften im Bundesanzeiger veröffentlichten Bilanzzahlen erscheint die abgegebene Prognose eher fragwürdig. So sind in diesen Konzerngesellschaften zum Stichtag 31.12.2010 Genussrechte in Höhe von rund 33.000.000,00 € gezeichnet worden, wovon rund 11.600.00,00 € eingezahlt waren. Dem gegenüber standen Immobilien als Sachanlagen von 4.300.000,00 €. Über die durch den Konzern neu erworbenen Objekte wird in einem von der MCM Sachwertkonzepte AG & Co. KG veröffentlichten Newsletter berichtet, in dem auch auf eine Mietrendite von 7% bis 10% pro Jahr hingewiesen wird. Unterstellt man jedoch eine Rendite von 10 Prozent, könnten bestenfalls 430.000,00 € pro Jahr erzielt werden. Da aber laut Verkaufsprospekt für den Erwerb der Objekte 55 Prozent des Kaufpreises mittels Darlehen finanziert sind, wird die Hälfte der Rendite für die Finanzierung aufzuwenden sein. Als Ertrag aus der Bewirtschaftung der Immobilien bleibt dann nur noch 215.000,00 € übrig.

Damit die 4 Prozent Basisrendite der eingezahlten Genussrechte in Höhe von 11.600.000,00 € gehalten werden kann müssten jedoch 464.000,00 € verbleiben, also mehr als doppelt so viel, wie die aus der Bewirtschaftung erzielbaren Rendite. Auch der Verkauf der Objekte wird die Differenz zu den prognostizierten Renditen von 7% bis 10% nicht auffüllen können. Denn ein Gewinn lässt sich bei einem Weiterverkauf nur erzielen, wenn der Einkaufspreis angemessen war.

Ob Sie als Anleger vor der Zeichnung der Genussrechte vollständig und richtig beraten worden sind, sollten Sie daher gründlich prüfen lassen. Grundsätzlich gilt nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes, dass zunächst die Kenntnis und Erfahrung des Anlegers mit solchen Finanzprodukten durch den Berater/Vermittler zu ermitteln ist und die Beratung von ihm dokumentiert werden muss. Zusätzlich ist der Anlageberater dazu verpflichtet, die von ihm empfohlene Kapitalanlage einer Plausibilitätsprüfung zu unterziehen.

Resch DebiProtect prüft die Erfolgsaussichten Ihres individuellen Falls in einer kostenlosen Ersteinschätzung. Wir übernehmen nur Fälle sie Aussicht auf Erfolg haben. Füllen Sie dazu einfach nur den Fragebogen aus.

   
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