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Magellan Container Insolvenzverfahren eröffnet ++ Verwalter verweigert Vertragserfüllung

Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der MMS Magellan Maritime Services GmbH ist eröffnet. Die Anleger sind aber in höchstem Maße verunsichert. Magellan Insolvenzverwalter Borchardt will ihnen nicht die Verträge über das Direktinvestment in Container erfüllen. Was können die Käufer der Magellan Container jetzt tun?

Magellan Anleger erhalten verwirrendes Schreiben von Insolvenzverwalter
Der Magellan Insolvenzverwalter Peter Alexander Borchardt wendet sich in einem Schreiben an die Magellan-Anleger und teilt ihnen mit: „In den/ die zwischen Ihnen als Anleger und der Magellan Maritime Services GmbH bestehende/n Vertrag/Verträge erkläre ich in meiner Eigenschaft als Insolvenzverwalter hiermit den Nichteintritt gemäß § 103 InsO hilfsweise die Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Das/Die Vertragsverhältnis/-verhältnisse kann/können nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht erfüllt werden. Das Unternehmen bzw. die Insolvenzmasse ist bedauerlicherweise nicht mehr in der Lage den garantierten Mietzins zu zahlen. Ein Grund hierfür die Tatsache, dass die von den Reedereien vereinnahmten Containermieten geringer sind als die garantierten Mieten. Der Nichteintritt hat zur Folge, dass die beiderseitigen vertraglichen Verpflichtungen entfallen und an deren Stelle ein Schadensersatzanspruch tritt, den Sie zur Insolvenztabelle anmelden können. Auf Grundlage der Verträge haben wir den Schadensersatzanspruch berechnet, der Ihnen nach meiner Ansicht für den Verlust der garantierten Mieten sowie für die Rückkaufwerte zusteht. Diese Vorschlagswerte sind selbstverständlich unverbindlich.“ Viele Anleger sind sich nicht sicher, dass sie die Botschaft des Magellan Insolvenzverwalters richtig verstanden haben.

Was will Insolvenzverwalter den Magellan Anlegern damit sagen?
Der Insolvenzverwalter akzeptiert nicht die bestehenden Kauf- und Mietverträge, er zahlt den Käufern keine Mieterträge aus, er akzeptiert nicht das Direktinvestment der Käufer der Magellan Container.

Magellan Container Anleger sollen Schadensersatzanspruch anmelden
Er bietet den Direktinvestoren quasi als Ersatz an, sie könnten dann ja Schadensersatz geltend machen. Der Insolvenzverwalter beruft sich mit seiner Rechtsauffassung auf ein Gutachten einer Großkanzlei.

Magellan Anleger verlangen Aussonderung der Container
Anleger müssen jetzt also klagen, wenn sie ihre Eigentümerposition geltend machen wollen. Das wird im Rahmen des Insolvenzverfahrens möglich sein. Die Frage wird sich darin entscheiden, ob die Container der Magellan Anleger Teil der Insolvenzmasse sind oder ob Aussonderungsrechte bestehen. Bei Aussonderungsrechten ist der Gegenstand, der nicht zur Insolvenzmasse gehört, von der Insolvenzmasse abzutrennen und dem Gläubiger herauszugeben. Die Aus- bzw. Absonderungsgläubiger können dann ihre Container herausverlangen. Der Insolvenzverwalter ist verpflichtet, vollständig Auskunft zu erteilen, wo sich der Container befindet.

Was tun Magellan Anleger nach Kündigung der Verwalterverträge?
Nach der Vertragslage sind Resch Rechtsanwälte der Überzeugung, dass die Magellan-Anleger Eigentümer der Container sind. Aber auch diese Option ist nicht ohne Problematik. Die Verwaltungs- und Rückkaufverträge der Magellan sind durch den Insolvenzverwalter aufgehoben worden. Was hilft es dem Anleger, wenn er seine Container in irgendeinem Hafen in Asien weiß? Die realen Handlungsoptionen dürften mit erheblichen praktischen Umsetzungsschwierigkeiten verbunden sein.

Magellan Container: Schadensersatzansprüche gegen Anlageberater
Unabhängig von allen Ansprüchen aus der Insolvenz stehen dem Käufer der Magellan Container Schadensersatzansprüche gegen den Anlageberater zu, wenn dieser ihn nicht objekt- und anlegergerecht beraten hat. Jeder Anlageberater muss das gesamte Konzept der MMS Magellan Maritime Services GmbH und dessen Angebot zum Direktinvestment in Container genau prüfen und auf alle Risiken hinweisen. Erfüllt ein Anlageberater diese Pflichten nicht, ist er grundsätzlich zum Schadensersatz verurteilt.

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